Friedhofskapelle
Eben am Achensee

Das Gebäude:
Das bestehende Ensemble wird durch einen Verabschiedungsraum ergänzt. Unsere Intention war es, einen solitären monolithischen Baukörper zu konzeptionieren
• bei dem die Materialität (Innenraum und Außenansicht) in seiner eigenen Haptik wirken darf
• der eine klare eigenständige Haltung aufzeigt, sich jedoch als Teil des bestehenden Ensembles versteht.

Die bewusst nicht orthogonale Geometrie des Baukörpers soll außerdem den Übergang vom Irdischen zum Immateriellen unterstreichen. Es entstand ein introvertierter Raum der Stille und des Gedenkens an den Verstorbenen in Verbindung mit einem großzügigen überdachten Außenbereich als Übergang
• zum Friedhof, dem Ort der letzten Ruhe und
• zum neuen Standort des Kriegerdenkmals

Die Hülle:
Der gelblich eingefärbte, monolithisch konzipierte Beton (farblich an den bestehenden Gebäuden orientiert) steht als Symbol für die archaische Erdverbundenheit und Beherbergung des Ortes der Ruhe und des Abschiedsnehmens.

Der Innenraum:
Der schlichter Raum in Weißtanne ohne schmückendes Beiwerk nimmt als ruhiger, behaglicher Raum die einstige Bedeutung der Stube - der traditioneller Ort der Verabschiedung - auf. Das indirekte Licht ohne Leuchtkörper wirkt als Unterstützung der Raumwirkung, um die Stimmung nicht zu stören. Unterstrichen wird die bewusste Setzung der Fensteröffnungen als Kommunikation mit der umgebenden Natur durch die sensibel gestalteten Glaselemente von Hilde Christè.
 
Fotos: David Schreyer

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